HaLT - Hart am LimiT (trinken)

 

Ein Präventionskonzept bei riskantem Alkoholkonsum Jugendlicher stellt sich vor


Der Gesamtalkoholkonsum bei Jugendlichen hat sich in den letzten 20 Jahren reduziert. Diese insgesamt positive Entwicklung wird in den Medien kaum wahrgenommen. Vielmehr wird auf die steigende Zahl von Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftungen in den Notaufnahmen der Kliniken landen, hingewiesen. Und in der Tat ist das die Kehrseite der Medaille. Das Konsummuster der Jugendlichen hat sich verändert. Schlagworte könnten sein — „früher“, „süßer“, „härter“. Der Fachbereich Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg hat auf diese Entwicklung reagiert und das Präventionskonzept Hart am Limit-„HaLT“ aufgenommen.

HaLT setzt sich aus zwei zentralen Bausteinen zusammen. Der reaktive Teil richtet sich an Jugendliche mit einem riskanten Alkoholkonsum und an deren Eltern. Insbesondere bei Alkoholintoxikationen die im Krankenhaus zu behandeln sind, erhalten die Betroffenen zeitnah Hilfe- und Beratungsangebote. Ziel ist, dass die Jugendlichen ihren aktuellen Alkoholkonsum reflektieren und einen angemessenen Umgang mit Alkohol finden. Ein Beratungsgespräch mit den Eltern ist fester Bestandteil des Konzeptes.


Der proaktive Baustein des Programms zielt auf die Entwicklung und Vernetzung von präventiven Angeboten auf einer strukturellen Ebene. Zielgruppen sind hier vor allem die Vertreter von Kommunen, Vereinen, Einzelhandel, Gastronomie, aber auch Erwachsene in ihrer Gesamtheit, um ihrer Vorbildfunktion und Verantwortung gerecht zu werden.

Gemeinden, die sich mit dem Thema jugendlicher Alkoholkonsum auseinandersetzen, können HaLT-Gemeinde werden und auf Serviceleistungen des HaLT-Zentrums zurückgreifen. Es ist daher geplant, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, die die Ziele von HaLT in Memmelsdorf weiter verfolgen soll.
Interessierte Bürger werden gebeten sich im Rathaus bei Hr. Pfister, Tel.: 0951/40 96 23 zu melden.

Weitere Informationen über HalT:


 




 

www.volldieparty.net 
(Planspiel für Jugendliche und Fortbildungsmöglichkeiten)

 

Letzte Änderung: 30.10.2014 14:53 Uhr