Wo Fuchs und Biber sich "Guten Tag" sagen
icon.crdate17.10.2025
Seit einiger Zeit melden besorgte Bürgerinnen und Bürger aus Memmelsdorf-Süd, dass sich ein Fuchs tagsüber in Gärten oder auf der Straße aufhält und teilweise sehr zutraulich ist.
Fuchs und Biber in Memmelsdorf
Seit einiger Zeit melden besorgte Bürgerinnen und Bürger aus Memmelsdorf-Süd, dass sich ein Fuchs tagsüber in Gärten oder auf der Straße aufhält und teilweise sehr zutraulich ist. Unser Ordnungsamt ist informiert und arbeitet mit allen notwendigen Behörden zusammen, um artgerecht eine Lösung zu finden. Momentan ist eine Lebendfalle aufgestellt.
Wildtiere in Wohngebieten sind keine Seltenheit – die Angst vor Tollwut und Fuchsbandwurm sorgt für Unsicherheit, ist aber in den meisten Fällen unbegründet. In Deutschland gibt es laut Robert Koch Institut seit 2008 keine durch Füchse übertragene Tollwut mehr. Auch der Fuchsbandwurm ist eher selten zu finden, dennoch sollte man beim Entfernen von Fuchskot Handschuhe tragen und heißes Wasser über die Stelle gießen.
Am wichtigsten ist, dass der Fuchs keine Futterquellen hat. Daher ist es dringend notwendig, dass Hunde- oder Katzenfutter nicht frei zugänglich ist und nicht aktiv angefüttert wird. Auch Essensreste vom Grillabend, Kompost mit Eierschalen oder auch Beerensträucher und Fallobst sind für die Allesfresser attraktiv. Füchse halten sich nur dort auf, wo sie auch eine sichere Futterquelle und Rückzugsmöglichkeiten haben. Wenn sie sich erst einmal an den Menschen gewöhnt haben, kommt es zu Konflikten, die oft aus Unwissenheit entstehen.
Auch wenn der Fuchs vielen Menschen als „harmlos“ und „niedlich“ erscheint – es ist ein wildes Tier, das nicht als Haustier verwechselt werden sollte. Versuchen Sie niemals den Fuchs zu streicheln oder sich ihm in irgendeiner Weise zu nähern.
Wichtig ist gegenseitiger Respekt – Füchse sind von Natur aus neugierig und es kann auch vorkommen, dass sie Hunde zum Spielen auffordern, was oft alarmierend auf die Besitzer wirkt. Diese Zutraulichkeit ist auch abhängig von der „Persönlichkeit“ des Fuchses. Freigängerkatzen, sofern sie gesund sind, haben von dem Fuchs nichts zu befürchten. Bei Hühnern, Hasen und Meerschweinchen ist eine entsprechende Sicherung notwendig. Kinder gehören nichts ins Beuteschema des Fuchses, dennoch sollten Sandkästen im Garten zum Schutz vor Katzen- und Fuchskot grundsätzlich aus hygienischen Gründen abgedeckt werden.
Wenn Ihnen ein Fuchs auf offener Straße begegnet hilft Lärm (Händeklatschen, Rufen), um den neugierigen Gast zu vertreiben.
Das Landratsamt Bamberg, Fachbereich Jagd, hat eine Fuchsbroschüre mit den wichtigsten Fakten rund um den Fuchs im Wohngebiet zusammengestellt, und auch der Bund Naturschutz widmet sich dem Thema: Keine Angst vor Rotröcken.
Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Landratsamt unter der Nummer 0951-85 305.
Sollten Sie einen Fuch sichten, melden Sie sich bitte im Ordnungsamt unter 0951-4096-13.
