Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner
icon.crdate09.04.2026
Unser Bauhof beginnt mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.
Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners
Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.) kommt in Bayern an allen Eichen-Arten der Gattung Eiche vor: Stieleiche, Traubeneiche und Roteiche. Er tritt in warm-trockenen Regionen auf und bevorzugt lichte Eichenwälder, Bestandsränder und Einzelbäume in warmtrockenen Regionen auf, in Trockenjahren auch in Massenvermehrungen.Seit 1995 ist eine sehr starke Zunahme dieses früher seltenen Schmetterlings in Unter- und Mittelfranken sowie im westlichen Oberfranken zu verzeichnen. Neben den Fraßschäden liegt die eigentliche Schadwirkung in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen Raupenhaare auf den Menschen. Die Haare der Raupen führen beim Menschen zu Allergien. Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können während des gesamten Jahres entstehen.
Giftige Raupenhaare
Die Raupenhaare stellen eine akute gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar. Ab dem dritten Larvenstadium wachsen den Raupen sehr feine Brennhaare, die leicht brechen und bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen werden. Da die alten Larvenhäute nach der Häutung in den "Nestern bleiben", besitzen diese ebenfalls eine hohe Konzentration an Brennhaaren.
Dauer der Gefährdung
Die akute Gefahr ist während der Raupenfraßzeit des Schädlings am größten. Alte Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners, ob am Baum haftend oder am Boden liegend, stellen eine anhaltende Gefahrenquelle dar. Da die Raupenhaare eine lange Haltbarkeit besitzen, reichern sie sich über mehrere Jahre in der Umgebung, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs, an. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue allergische Reaktionen aus. Vorrangig muss eine aktive Bekämpfung dort in Erwägung gezogen werden, wo Menschen durch die Gifthaare gefährdet sind und eine Absperrung des befallenen Geländes für längere Zeit unmöglich ist.
Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner bei uns in der Gemeinde Memmelsdorf
Der Bauhof beginnt jetzt mit der vorsorglichen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an öffentlichen Bäumen beginnen. Hierzu werden die betroffenen Bäume vor Ort behandelt. Wie bereits in der Vergangenheit wird ein auf rein biologischen Wirkstoffen basierendes Mittel ohne Gefahr für den Menschen verwendet.
Hierzu bitte nicht unter oder in der Nähe von Eichen parken. Auch sollte das Baum-Umfeld frei sein.

